Erfa-Stammtisch am Donnerstag, 26. März 2026, 8-9 Uhr zum Thema «Raum und Verkehrsplanung für die nachhaltige Ortsentwicklung der Gemeinden»

Dieser Erfa-Stammtisch beleuchtet die aktuellen Herausforderungen und Chancen einer nachhaltigen Raum- und Verkehrsplanung im kommunalen Umfeld. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gemeinden ihre räumliche Entwicklung gezielt steuern und den Verkehr sinnvoll regulieren können. Dabei spielen digitale Tools, datenbasierte Grundlagen und neue Formen der Zusammenarbeit eine zentrale Rolle, um Planungsprozesse transparent, effizient und nachvollziehbar zu gestalten.

Die steigenden Anforderungen an Mobilität, Siedlungsentwicklung und Lebensqualität verlangen nach Planungsansätzen, die faktenbasiert sind und komplexe Zusammenhänge verständlich machen. Die Veranstaltung zeigt auf, wie moderne digitale Instrumente Gemeinden unterstützen, räumliche Potenziale zu erkennen, Herausforderungen besser einzuschätzen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Unsere einstündige Veranstaltung umfasst folgende Referierende:

Zusätzlich erfahren Sie, wie Gemeinden digitale Instrumente nutzen können, um Planungsprozesse effizienter zu gestalten und Risiken zu reduzieren. Sie erhalten praxisnahe Einblicke, wie digitale Verfahren Transparenz erhöhen, Abläufe vereinfachen und gleichzeitig Rechtssicherheit und Nachvollziehbarkeit unterstützen. Dies stärkt die Qualität räumlicher Entscheidungsprozesse nachhaltig.

Nutzen Sie diesen Austausch, um neue Perspektiven für Ihre Organisation zu gewinnen und die Potenziale digitaler Methoden in der Raum- und Verkehrsplanung besser einschätzen und anwenden zu können.
 

Meeting notes

Erfa-Rückblick

Erfa-Stammtisch, 26. März 2026, zum Thema «Raum und Verkehrsplanung für die nachhaltige Ortsentwicklung der Gemeinden»

Wie lässt sich das Bevölkerungswachstum in der Schweiz auffangen, ohne wertvolle Grünflächen zu opfern? Und wie sieht die Logistik der Zukunft im Quartier aus? Am letzten Erfa-Stammtisch von Myni Gmeind diskutierten Expertinnen und Experten über die Schlüsselrolle der Digitalisierung für eine nachhaltige Ortsplanung.

Daten statt Bauchgefühl: Wo Innenverdichtung Sinn macht

Lorenz Bosshardt, Projektleiter bei Sotomo, räumte mit einem Vorurteil auf, Innenentwicklung bedeutet nicht automatisch, dass alles zubetoniert wird. Er präsentierte die Sotomo-Studie zum qualitativ hochwertigen Städtebau und erläuterte, wie neu entwickelte Indikatoren dazu beitragen, räumliche Situationen systematisch zu beurteilen. Anhand einer neuen Potenzialanalyse zeigte er auf, wie Gemeinden Quartiere identifizieren können, die aufgrund ihrer hervorragenden ÖV-Erschliessung und Nahversorgung für eine höhere Dichte besonders geeignet sind. Das Ziel ist ein optimaler Mix aus Nutzung und Lebensqualität, orientiert an erfolgreichen Schweizer Vorbildern.

Planung zum Anfassen: Die dritte Dimension

Dass abstrakte Zonenpläne in der Bevölkerung oft zu Widerstand führen, ist bekannt. Reto von Ballmoos von Luucy AG präsentierte anhand des Use Cases der digitalen BZO-Revision in Hergiswil eine Lösung mit interaktiven Szenarien. Gemeinden können Bebauungsvarianten, Schattenwurf und Sichtlinien direkt im digitalen Zwilling prüfen. An Projekten wie der Schulraumplanung in Zug wird deutlich, wie eine transparente Kommunikation dazu beiträgt, dass Bürgerinnen und Bürger Planungen besser verstehen und akzeptieren, wenn sie diese räumlich erleben können.

Die letzte Meile neu gedacht: Smarte Paketboxen

Ein oft unterschätzter Faktor in der Verkehrsplanung ist der Lieferverkehr. Thomas Wälchli, Cluster Lead City Logistik bei der Post, stellte die Vision der smarten Paketbox vor. Offene Standards für alle Zulieferer sowie dynamisch vergebene Fächer für sämtliche Paketdienstleister sollen überquellende Milchkasten künftig ersetzen.
Durch zentrale Arealboxen können Lieferstopps gebündelt und der Verkehr in Wohnquartieren reduziert werden. Ein neuer Standard soll bis 2027 die rechtliche Gleichstellung mit dem Briefkasten anstreben.

Fazit für Gemeinden

Die Digitalisierung bietet heute Werkzeuge, um die Siedlungsentwicklung nach innen nicht nur effizienter, sondern auch qualitativ hochwertiger und bürgernah zu gestalten.

Ein herzliches Dankeschön an die Referierenden für die spannenden Inputs. Die Moderation übernahm Thomas Egger, Direktor Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB).
 
Die Präsentation steht Ihnen zum Download zur Verfügung:


 

Angebote Archiv

KI z’Mittag am Montag, 19. Oktober, 12.45 bis 13.45 Uhr, zum Thema «Datenschutz beim KI-Einsatz»

Darf eine Gemeinde Bürgerdaten überhaupt in ein KI-System eingeben? Seit dem 1. September 2026 gilt im Kanton Bern das totalrevidierte kantonale Datenschutzgesetz (KDSG) mit der neuen Kantonalen Datenschutzverordnung (KDSV), und für viele Gemeinden ist die Antwort noch nicht klar. Was ist erlaubt, was ist verboten? Wir ordnen diese Fragen aus dem Gemeindealltag ein und schaffen […]

Erfa-Stammtisch am Donnerstag, 22. Oktober 2026, 8-9 Uhr zum Thema «Virtuelles Gemeinde-Anschlagbrett oder Gemeinderezeption»

Digitale Zugänge zur Gemeinde einfach, sichtbar und bürgernah gestalten Viele Gemeinden stehen vor der Frage, wie sie Informationen, Dienstleistungen und Kontakte digital besser zugänglich machen können. Ein virtuelles Anschlagbrett oder eine digitale Gemeinderezeption können dabei helfen, Informationen zentral bereitzustellen, Anliegen effizient aufzunehmen und den Zugang zur Verwaltung zu vereinfachen. Im Erfahrungsaustausch wollen wir diskutieren, welche […]