Erfa-Stammtisch am Donnerstag, 19. Februar 2026, 8-9 Uhr zum Thema «Cybersicherheit in Gemeinden – wo stehen wir heute?»

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Die Gemeindeumfrage 2025 zur Cybersicherheit hat gezeigt, viele Gemeinden haben Nachholbedarf beim Schutz ihrer IT-Systeme, Prozesse und Daten. Einige Monate später greifen wir das Thema erneut auf und ziehen Bilanz.

Der Bundesrat hat am 7. März 2025 die Meldepflicht für Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen per 1. April 2025 in Kraft gesetzt. Bereits mehrere Fälle mussten dem Bundesamt für Cybersecurity gemeldet werden.

Unsere einstündige Cybersecurity-Reise beginnt bei der Gemeinde Gachnang TG. Thomas Müller, Leiter Steueramt und Informatik. Die Gemeinde hat den Bereich Cybersicherheit kürzlich neu ausgerichtet. Er gibt Einblick in die Hintergründe und zeigt auf, wie die Umsetzung aktuell erfolgt.

Pascal Reiniger, Sicherheitsbeauftragter, CISO, des Kantons Basel-Landschaft beleuchtet die Herausforderungen aus kantonaler Sicht mit Blick auf die Gemeinden.

Zum Schluss spricht Stefan Haller von der Firma Linkyard über, Cyber-Sicherheit ist nicht nur eine Frage der Technik. Er zeigt auf, wie technische Schutzmassnahmen umgangen werden, indem man stattdessen Mitarbeitende ins Visier nimmt.

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch.

Nutzen Sie diese Gelegenheit, um neue Perspektiven zu gewinnen, Erfahrungen auszutauschen und praxisnahe Ideen für ein kosteneffizienteres, moderneres und zukunftsfähigeres Gemeindemanagement mitzunehmen.
 

Meeting notes

Résumé Table Ronde

Erfa-Stammtisch, 19. Februar 2026, zum Thema «Cybersicherheit in Gemeinden – wo stehen wir heute?»

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Wie können Gemeinden ihre IT-Systeme, Daten und Prozesse so schützen, dass sie auch in einer zunehmend vernetzten und angreifbaren digitalen Welt widerstandsfähig bleiben?

Im Mittelpunkt des Erfa-Stammtischs stand die Frage, wie ein modernes und ganzheitliches Cybersecurity-Management im öffentlichen Gemeinwesen zur Grundlage einer zuverlässigen, resilienten und verantwortungsvollen Verwaltungspraxis werden kann. Anhand konkreter Praxisbeispiele wurde deutlich, wie Gemeinden durch klare Prozesse, Sensibilisierung der Mitarbeitenden und den gezielten Einsatz digitaler Schutzmechanismen ihre digitale Sicherheit stärken und damit nicht nur Risiken reduzieren, sondern auch die Handlungsfähigkeit der Verwaltung langfristig sichern. Mehrere Referierende zeigten auf, wie sie Cyberrisiken identifizieren, Sicherheitsmassnahmen umsetzen und ihre Organisationen auf potenzielle Vorfälle vorbereiten; sowohl intern als auch im Zusammenspiel mit Bevölkerung, Kanton und Bund.

Thomas Müller, Leiter Steueramt und Informatik der Gemeinde Gachnang TG, zeigte auf, wie seine Gemeinde den Bereich Cybersicherheit kürzlich neu ausgerichtet und an die Firma Abraxas ausgelagert haben und weshalb die bisherigen Schutzmassnahmen nicht mehr ausreichten. Gachnang verdeutlicht exemplarisch, wie anspruchsvoll es selbst für kleinere Gemeinden geworden ist, ein angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten. Ständig neue Angriffsmethoden, knappe Ressourcen und fehlende Zeitfenster erschweren es, Cyberrisiken konsequent zu bearbeiten. Immer deutlicher zeigt sich: Gemeinden müssen Cybersicherheit als Daueraufgabe verstehen, aktiv ansprechen und die Mitarbeitenden stärker einbeziehen, statt nur auf technische Lösungen zu setzen.

Pascal Reiniger, Sicherheitsbeauftragter (CISO) des Kantons Basel-Landschaft, verband kantonale Erfahrungen mit den Herausforderungen der Gemeinden. Er erläuterte, wie stark die Bedrohungslage gestiegen ist und welche Erwartungen der Kanton an die Gemeinden stellt. Durch klare Prozesse, einheitliche Mindeststandards und koordinierte Zusammenarbeit kann die Sicherheit nachhaltig verbessert werden. Gemeinden profitieren dabei von kantonaler Unterstützung, doch letztlich bleibt die Verantwortung für den Schutz ihrer Systeme und Daten bei ihnen selbst.

Stefan Haller von der Firma Linkyard führte eindrücklich vor Augen, dass Cyber-Sicherheit weit mehr bedeutet als Firewalls und technische Schutzmassnahmen. Er zeigte anhand realer Beispiele, wie Angreifer technische Barrieren umgehen, indem sie stattdessen Menschen ins Visier nehmen, durch Social Engineering, manipulierte Nachrichten oder geschickt platzierte Anfragen. Sein Beitrag machte deutlich, dass eine starke Sicherheitskultur, regelmässige Schulungen und klare interne Prozesse zentrale Pfeiler eines wirksamen Schutzes sind. Denn oft sind nicht Systeme das schwächste Glied – sondern unachtsame Momente im Arbeitsalltag.

Fazit:
Der Erfa-Stammtisch zeigte eindrücklich, wie Gemeinden und öffentliche Organisationen mit klaren Strukturen, sensibilisierten Mitarbeitenden und einem systematischen Cybersecurity-Ansatz ihre digitale Widerstandsfähigkeit stärken können. Der Austausch verdeutlichte, dass ein modernes Cybermanagement entsteht, wenn Wissen geteilt, Verantwortung wahrgenommen und Sicherheit als gemeinsame Aufgabe verstanden wird. Cybersicherheit ist kein technisches Nischenthema, sondern ein zentraler Baustein für eine zukunftsfähige, verlässliche Verwaltung.

Ein herzliches Dankeschön an die kompetenten Referenten für die spannenden Inputs. Die Moderation übernahm Alice Zollinger, Koordinatorin des Vereins Myni Gmeind in der italienischen Schweiz.

Die Präsentation steht Ihnen zum Download zur Verfügung:


 

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